Eine Annahme der Ausstiegsinitiative wäre für die Schweiz verheerend

Energy for Humanity setzt sich für eine klimaschonende und sichere Energie- und Stromversorgung ein. Das Schweizer System gehört weltweit zu den allerbesten. Ein „Ja“ zur Atomausstiegsinitiative würde das System mutwillig zerstören. Fünf für die Schweiz gravierende Folgen würden eintreten:

1. Nichterreichen der Klimaschutzziele und Schaden für die Umwelt: Der heute praktisch CO2-freie Stromerzeugungsmix aus Wasserkraft, Kernenergie und einem kleinen Teil neue Erneuerbare würde wegen der Atomausstiegsinitiative zu mehr (fossilen) Importen aus Deutschland und (nuklearen) Importen aus Frankreich führen.

2. Bau von grossen Gas-Kraftwerken in der Schweiz: Aufgrund des schnellen Wegfalls von gesicherter Stromkapazität im Winter müssten 5 bis 9 Gaskraftwerke à 550 Megawatt gebaut werden. Das erste müsste gemäss den Szenarien des Bundesamts für Umwelt BAFU womöglich bereits bis 2020 gebaut sein.

3. Verschlechterung der Versorgungssicherheit: Durch erhöhte Auslandsabhängigkeit und höhere Belastung der Netze kommt es zu einer Verschlechterung der Schweizer Versorgungssicherheit. Das Risiko einer langanhaltenden Strommangellage, dem für die Schweiz gemäss dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz höchsten Risiko, würde weiter steigen. Die Schweiz geht somit unnötig und fahrlässig ein enormes Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft ein.

4. Verzerrung des Strommarkts und hohe Kosten durch Verlust von 320 TWh und nötigem Ersatz: Den schnellen Wegfall von grossen Strommengen zu ersetzen erfordert massive Eingriffe in den Markt, ähnlich wie in Deutschland. Die Atomausstiegsinitiative führt kumuliert zu einem Verlust von 320 TWh Schweizer Strom (Marktwert 2015: 15 Mrd. EUR). Ein grosser Teil des Ersatzes kommt aus dem Ausland. Der inländische Ersatz wird zusätzlich Milliarden von Franken kosten (KEV-Strom wurde 2015 bereits mit 250 Mio. Franken über Marktpreis subventioniert). Die Auswirkungen dieser Planwirtschaft werden auch der Schweizer Wasserkraft weiter schaden.

5. Netzausbau unter extremem Zeitdruck: Die Durchführung der Projekte für den nötigen Netzausbau der Energiestrategie 2050 ist schon jetzt eine grosse Herausforderung für die Swissgrid. Mit dem chaotischen und ungeplanten Ausstieg wird der Zeitdruck noch extremer. Die Gefahr von Netzausfällen nimmt zu, da der notwendige Netzausbau kaum zeitgemäss erfolgen kann.

Darum NEIN am 27. November!

Energy for Humanity hofft, dass sich alle Stimmberechtigten diesen Auswirkungen bewusst sind. Es gilt in den verbleibenden Tagen dafür zu sorgen, dass alle ihre Stimmmöglichkeit wahrnehmen und die Gefahren der Initiative mit einem vernünftigen NEIN abwenden. Mit der B-Post und den vorfrankierten Stimmcouverts gilt Dienstag, 22. November als letzter Abgabetermin. Per A-Post kann das Stimmcouvert bis spätestens am Donnerstag aufgegeben werden.

Die Atomausstiegsinitiative ist extrem schädlich für die Schweiz und die Prognosen gehen von einem knappen Ergebnis aus. Daher zählt jede Stimme!