Strommangellage als grösstes Risiko für die Schweiz gemäss Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS veröffentlichte am 1. Juli 2015 ihren Risikobericht 2015 dem Bundesrat vorgestellt. Es wurden 33 bevölkerungsschutzrelevante Gefährdungen nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmass analysiert. Den Bericht kann man hier downloaden.

In der Pressemitteilung schreibt das BABS: "Als grösstes Risiko wurde eine mögliche lang andauernde, schwere Strommangellage identifiziert. Damit ist eine Stromunterversorgung von 30 Prozent während mehrerer Monate im Winter gemeint. Ein derartiges Szenario würde zu grossen Personenschäden und darüber hinaus zu immensen ökonomischen und immateriellen Schäden für die Wirtschaft und für die Gesellschaft führen. Insgesamt ist mit einem Schaden von über 100 Milliarden Franken zu rechnen".

Eine vorzeitige Ausserbetriebnahme der Schweizer Kernkraftwerke, die zuverlässig jedes Jahr zwischen 33% und 40% des Stroms liefern - in den Wintermonaten sogar bis zu 50% - würde die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos gerade noch erhöhen. Das ist fahrlässig und unsinnig. Dies ist einer der Gründe, warum sich Energy for Humanity gegen die Atomausstiegsinitiative einsetzt.

 

Bereits jetzt sind wir in den Wintermonaten Dezember bis März auf Importe angewiesen. Die Abhängigkeit vom Ausland darf nicht durch einen hastigen Ausstieg aus der Kernenergie noch weiter erhöht werden.

Die Kernenergie liefert wichtige Bandenergie rund um die Uhr. Besonders in den Wintermonaten, in denen ein Stromausfall besonders schlimme Auswirkungen hätte, baut die Schweizer Versorgung derzeit auf Kernenergie. Mit welcher Technologie die jetzigen Kernkraftwerke ersetzt werden können ist noch nicht sicher. Daher ist ein vorzeitiges Abstellen fahrlässig.